Partizipation


Zuerst sollte geklärt werden, was Partizipation bedeutet. Es heißt: ein Teil vom Ganzen sein, sich beteiligen, mitspielen, mitbestimmen, mitwirken. Ziel der Partizipation ist also, die Rechte der Kinder in Kindertagesstätten zu stärken. Doch wie ist dies im U3-Bereich möglich? Wir möchten die Kinder altersgerecht bei Themen und Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligen. Alle Kinder sind beteiligungsfähig, unabhängig vom Alter und Entwicklungsstand. Für uns im U3-Bereich bedeutet dies, die Kinder gut zu beobachten, um nonverbale Signale wahrnehmen zu können und eine wertschätzende Kommunikation zu schaffen oder aber auch um Grenzverletzungen zu vermeiden. Durch Partizipation üben die Kinder den Umgang mit demokratischen Regeln, die für sie einfach und nachvollziehbar sein müssen. Im Alltag ermuntern wir die Kinder, sich zu beteiligen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Die Räume sind so konzipiert, dass die Kinder selbstständig ihren Aktivitäten und Interessen nachgehen können. Deshalb sind die Spielmaterialien für die Kinder gut sichtbar und frei zugänglich. Sie können also entscheiden wo, womit und mit wem sie spielen möchten. Außerdem können die Kinder gemeinsam entscheiden, welche aktuellen Lieder im Morgenkreis gesungen werden. Bei allen drei Mahlzeiten können die Kinder entscheiden, wo sie sitzen möchten.

Doch Mitbestimmung und Teilhabe heißt nicht, dass Kinder alles dürfen. Wir haben die Verantwortung, das körperliche und seelische Wohl der Kinder zu schützen. Dazu gehört auch, Grenzen zu setzen und Entscheidungen für Kinder zu treffen. Daher gibt es Regeln, die von uns festgelegt, den Kindern gegenüber begründet und eingehalten werden müssen.